FLOODMA ist ein patentiertes ganzheitliches Verfahren, welches bereits bei der Entstehung einer Hochwasserwelle eingreift. Somit können Hochwasserereignisse je nach Bemessungslage minimiert oder ganz vermieden werden.

Das Hochwassermanagement heute schafft Rückhaltesysteme, wie z. B. die Ausweisung von Retentionsgebieten. D.h. man wartet auf das Ereignis ohne wirklich helfen zu können. Das Prinzip: „Mehr Raum für den Fluss“.

Bei FLOODMA ist ein Hochwasser-Management-Verfahren, das von der Quelle bis zur Mündung bereits bei der Entstehung des Hochwassers einsetzt, sprich nicht wartet bis das Ereignis eintritt. Das Prinzip: „Mehr Raum für den Menschen am Fluss“.

Bei FLOODMA wird über ein Rohr-Pumpen-System (RPS) das Wasser der Hochwasserwelle verlagert und zwar bevor Schaden eintritt.

Das Rohr-Pumpen-System (RPS) verläuft über die gesamte Länge der Gewässer, von der Quelle bis zur Mündung.  Ansaug- und Auslaufstellen werden so definiert, dass das Wasser jeweils aus der Hochwasserwelle entnommen und nach entsprechenden Vorgaben vor-, zurück- oder seitenverlagert werden kann.
Der Hochwasserspiegels wird über die gesamte (bzw. vorgegebene) Vorfluterlänge abgetragen unter Nutzung der Fließzeit.
Das Wasser wird in Echtzeit über das Rohr-Pumpen-System flussabwärts (Normalfall) verlagert, sodass der Vorfluter für diese Rohrlänge von den Wassermassen verschont bleibt. Dabei erzeugt die Verlagerung kein neues Hochwasser an einer anderen Stelle, sondern läuft über den Vorfluter ab.

Dresden unter Wasser 2006

10 Tage war für die Stadt Dresden klar, die Hochwasserwelle kommt, eine Überschwemmung ist unabwendbar. Zwar wurde Katastrophenalarm ausgelöst, verhindert werden konnte die Überflutung jedoch nicht. Mit dem FLOODMA Hochwasser-Management-Verfahren wäre eine Wasserspiegelabsenkung möglich gewesen und eine Überschwemmung hätte vermieden werden können.

Für die herannahende Hochwasserwelle wäre mit 5 Pumpen mit einer Leistung von 5.0 m3/s, also 25 m3/s Gesamtleistung ein Abbau des Hochwasserscheitels von Q-FLOODMA = 10*24*3600*25 = 21.600.000,0 m3 möglich gewesen. Man hätte also den Hochwasserscheitel auf 10 km2 um 21.600.000/10000/10000 = 0.216 m absenken können.

Das Verfahren trägt den Hochwasserscheitel nur soweit ab, dass eine Überschwemmung verhindert wird. Es ist nicht beabsichtigt, den Fluss leer zu pumpen, sondern die Gewässer mit dem Rohr-Pumpen-System so auszustatten, dass Hochwasserszenarien, die durch den Klimawandel verstärkt auftreten, vermieden werden. Kontaminierungen mit Heizöl oder Chemikalien können verhindert und somit Tiere und Pflanzen, deren Lebensgrundlage über Jahrzehnte vernichtet wäre, geschützt werden.  Dämme und Rückhaltesysteme könnten zurückgebaut werden. Außerdem kann das Gefällepotential des RPS zur Energiegewinnung beitragen und die im System benötigte Energie regenerativ nutzen.