Mit einer innovativen Technologie für Schaltschrankkühlgeräte schafft der mittelhessische Schaltschrank- und Systemhersteller Rittal den Durchbruch und zeigt, dass Industrie und Umweltschutz keine unvereinbaren Gegensätze sind. Blue e+ spart gegenüber herkömmlichen Klimageräten über 75 Prozent Energie und CO2 ein – ein Quantensprung in Sachen Umweltschutz für alle Bereiche industrieller Produktion, von Automobilherstellern, Maschinenbauern bis hin zur Stahlerzeugung.

 

Die Steuerungselektronik ist die zentrale Schaltstelle der industriellen Fertigung – das Gehirn der Produktion im Gehäuse eines Schaltschranks. Schaltschränke schützen die elektronische Ausrüstung von Maschinen und Anlagen vor schädlichen Einflüssen wie Hitze und Kälte, Nässe oder Staub. Wenn die Elektronik auf Hochtouren arbeitet, entsteht in den Schaltschränken Hitze, der Feind Nummer 1 für die hochleistungsfähige wie hochempfindliche Steuerung. Wenn dann noch hohe Umgebungstemperaturen dazu kommen, droht die Überhitzung und damit Produktionsstillstand. Um das zu vermeiden führen Schaltschrankklimatisierungen die Abwärme der Steuerungselektronik ab. Klimageräte kühlen die sensible Technik, verbrauchen gleichzeitig aber viel Energie.

75 Prozent weniger Energie und CO2

Mit der Entwicklung der neuartigen Kühlgerätegeneration Blue e+ senkt Rittal den Energiebedarf der Kühlgeräte in der Industrie soweit, dass ein signifikanter, positiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann. Schätzungen zufolge sind europaweit rund 2 Millionen Schaltschrank-Klimageräte am Netz, die für einen Ausstoß von etwa 3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr verantwortlich sind. Mit Blue e+ präsentiert das Familienunternehmen das Ergebnis aus vier Jahren intensiver Entwicklung – und einen technologischen Quantensprung für die industrielle Produktion, der im Vergleich zu herkömmlichen Geräten mehr als 75 Prozent Energie und CO2-Emissionen einspart. „Mit den Blue e+ Kühlgeräten setzt Rittal neue Maßstäbe für Energieeffizienz in der Schaltschrank-Klimatisierung“, so Wirtschaftsingenieur Andreas Korn von der Audi AG, bei der die Kühlgeräte vor der Markteinführung in Teststellungen eingesetzt wurden.

iku2Wegweisende Technologie 

Während alle herkömmlichen Kühlsysteme entweder mit passiver oder aktiver Kühlung arbeiten, verbindet Blue e+ erstmals beides. Die patentierte Hybridtechnologie vereint leistungsgeregelte und energiegetriebene Motoren mit der Anwendung einer Heat Pipe. Das heißt: Erst wenn die passive Kühlung über die Heat Pipe nicht mehr ausreicht, greift der Kältekompressionskreislauf ein und (ver-)braucht Energie. Die Energieersparnis ist gewaltig: Statt 800 Kilowattstunden verbraucht ein Blue e+ Kühlgerät jährlich nur noch 145 Kilowattstunden Strom. Europaweit gedacht heißt das: Wenn alle 2 Millionen in Europa eingesetzten Kühlgeräte durch Blue e+ Geräte ersetzt würden, ließen sich insgesamt über 4 Millionen Gigawattstunden Energie sparen. Das entspricht der Energieproduktion von einem Kernkraftwerk oder rund 900 Windkraftanlagen oder dem Verbrauch aller Einwohner der Stadt Berlin in einem ganzen Jahr. Vor allem aber heißt das: Durch den Einsatz der Blue e+ Kühlgeräte würden allein in Europa über 3 Millionen Tonnen weniger CO2 in die Atmosphäre abgegeben.

Kein thermischer Stress

Darüber hinaus ist Blue e+ das erste Kühlgerät, dessen Drehzahl stufenlos regelbar ist. Das vermeidet Temperaturschwankungen – also thermischen Stress – für die elektronischen Komponenten. Die stufenlose Regelung erhöht ihre Lebensdauer, so dass sie nicht häufig getauscht werden müssen, was Ressourcen schont. Das funktioniert weltweit, denn die Geräte decken die unterschiedlichsten Spannungen von 110 Volt bis hin zu 480 Volt ab. Ein Gerät für die Welt!

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Mit der neuen Kühlgerätegeneration Blue e+ ist Rittal ein technologischer Quantensprung gelungen, der sich für sämtliche Branchen auszahlen kann. Immerhin finden Rittal Schaltschränke in über 90 Prozent aller Branchen weltweit Verwendung. Blue e+ sorgt dabei für signifikant weniger CO2-Ausstoß – als Wegbereiter für mehr Klimaschutz in der Industrie.