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Der natürliche Fluss sorgt üblicherweise dafür, dass neben Wasser, Sand oder Kies flussabwärts getragen werden. Die Nutzung von Wasser führt durch den Stau zu Ablagerung dieser natürlichen Feststoffe. Als sogenannte Sedimente bedrohen sie weltweit Stauanlagen und Gewässer: Stauseen verlanden, das empfindliche ökologische Gleichgewicht gerät aus den Fugen. Das Duisburger Unternehmen DB Sediments hat ein Verfahren entwickelt, womit diesem Umweltproblem wirkungsvoll und nachhaltig begegnet werden kann.

Jedes Gewässer transportiert Sedimente als wichtigen natürlichen Bestandteil des Wassers. Mit einer Stauanlage greifen Mensch und Technik in dieses empfindliche ökologische Gleichgewicht ein, sie verändern die Fließgeschwindigkeit des Flusses und reduzieren sie fast auf Null an der Staumauer. In der Folge setzen sich die Sedimente am Gewässerboden ab.  Staugewässer werden nicht, wie beispielsweise Maschinen in der industriellen Produktion, alle 3 bis 5 Jahre gewartet und wieder instand gesetzt, sondern sie werden üblicherweise gebaut und so lange wie möglich ohne wesentliche Wartung betrieben.

Verlandung ist eine Frage der Zeit

Fast jede Stauanlage ist früher oder später von Sedimentation betroffen und viele haben bereits erhebliche Sedimentationsprobleme. Auch noch betriebsbereiten Anlagen fehlt Speicherraum bedingt durch zunehmende Stoffablagerungen. Gleichzeitig hat der Sedimentmangel stromab Folgen für das Gewässer. Flüsse geraten aus dem Gleichgewicht. Extremere Hochwasser, Absterben von Lebewesen und zurückgehende Strände können entsprechende Folgen sein.

Nachhaltige und ganzheitliche Lösung

DB Sediments bietet Stausee- oder Kraftwerksbetreibern Lösungen, um Sedimentationsprobleme kostengünstig, umweltverträglich und nachhaltig zu meistern. Zum Kerngeschäft des Unternehmens gehört die „Entsedimentierung“ von Stauseen durch eine schonende ökologische Wiederherstellung des nutzbaren Stauvolumens. Dabei muss der Stausee nicht entleert werden, was zum einen Kosten spart, zum anderen Stromerzeugungsverluste verhindert. Die Technologie bedient sich spezieller Saugeinrichtungen, die das abgelagerte Sediment in exakt einstellbarer, maximaler Partikelgröße schonend aufnehmen und zu den Abflussorganen des Stausees transportieren. Verlorenes Stauvolumen wird so kontinuierlich wieder zurück gewonnen und man kann mit der Weiterleitung der Sedimente sogar noch die regenerative Stromerzeugung verbessern.

Weltweites Interesse an der Technologie

„Oftmals ereilt uns der Ruf von Stauseebetreibern, wenn es bereits fünf vor zwölf ist“, weiß Dr. Dietrich Bartelt und liefert auch gleich den Grund dafür: „Beginnende Sedimentationsprobleme erkennt man nicht beim Anblick des Sees. Auch wenn oben alles gesund aussieht, kann es im Flussbett, also im Inneren, gewaltig brodeln. Da- her muss sich jeder Stauseebetreiber früher oder später mit der Herausforderung ‚Sedimentation‘ beschäftigen. Und selbst dann, wenn ein Stausee noch benutzbar ist, bringt es Vorteile, den Stauraum nicht erst verzögert, sondern bereits frühzeitig wiederherzustellen und dauerhaft in Stand zu halten.“

Das von DB Sediments entwickelte Verfahren ist inzwischen seit vier Jahren im Einsatz. Weltweit bekunden Regierungen und Stromversorgungsunternehmen aufgrund zunehmender Sensibilisierung für das Thema ihr Interesse an der patentierten Technologie aus Deutschland.